Flooding the Zone
06.06.2026 - 25.07.2026
Vernissage
05.06.2026
ab 19:00 Uhr
Reality Bites
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich junge Künstlerinnen und Künstler zusammenfinden, um Positionen ihres Unterwegsseins für die Welt zu markieren. Es gibt immer die Frage nach dem „richtigen Zeitpunkt“ (nie!), nach dem „richtigen“ Ort (wo genau?) oder der schwierigsten aller Diskussionen: „Was denn ausstellen“. Mit der Internationalen Schwarzwald-Triennale – Flooding the Zone haben wir es hier mit jenem seltsamen Hybrid einer Ausstellung zu tun, die alles zugleich sein kann und dabei versucht den Schwebezustand, das tatsächliche „as found“ ihrer Positionen als mutwilliges Ereignis zu feiern.
Die Möglichkeit einer individuellen Aussage die aufgeht in einer behaupteten Kollektivität - eine paradoxe Situation um ein ideales Setting zu erreichen, wenn auch nur für kurze Zeit.
Am 5. Juni 2026 wird eröffnet, in Pforzheim, nicht weit vom Reuchlinhaus; Säulen getragene Stockwerke, in einem Areal das kurz RoWi heißt und noch heute die Spuren einer „Fabrikation der Fiktionen“ einer Goldstadt in seinen Mauern trägt. Es ist wirklich groß, 1800 qm Makadam im Innenraum - hier bleiben keine Wünsche offen.
Die Initiative ist schon eher unüberschaubar. Aktive jüngere Künstlerinnen und Künstler aus dem Enzkreis, dem Schwarzwald und der weitläufigen badischen Szene bringen das Spiel ins Rollen, fragen Freundinnen und Freunde und diese wiederum denken nach, machen Vorschläge, machen noch mehr Vorschläge und schon nach Tagen sind bald 100 Positionen zusammen… „Was heißt hier glückliche Fügung – Zufälle gibt es nicht“, hört man noch aus München. Es geht um die radikale Erweiterung menschlicher Wahrnehmungssphären, raus aus den Kellern der Virtual Reality, rein in den Amplitudenraum unserer Sensorgesellschaft. Ein Parcours der Möglichkeiten. „Flooding the Zone“ ist Kunst der unmittelbaren Gegenwart, ein Halt im Vorrüberziehen, Flugmodus unter Wasser. Ein Versuch Gegenüberstellungen zu entwickeln, die über den Tag hinaus neue Sehgewohnheiten fordern. Das Bild ist nicht das Ziel – es geht immer um die Veränderung der Welt.